In Co-Kreation, Kollaboration, Working Out Loud

Eine neue Lieblingsmethode: Working Out Loud

Neue Lieblingsmethode: Working Out Loud

Endlich gibt es ein Framework, was mein Bedürfnis und Verständnis von Zusammenarbeit beschreibt: Working Out Loud. Als ich im März 2016 zum ersten Mal davon hörte, hatte ich einen dieser Aha-Momente. Das Gefühl, wenn der Knoten sich entwirrt und man plötzlich klar sieht und beginnt zu verstehen. Ein wirklich toller Moment! Kennt ihr auch solche Momente? Wenn man denkt: „Vielen Dank, endlich sagt’s mal Jemand!“ Jedenfalls war das einer dieser Momente, den ich meiner Schwester Nadine zu verdanken habe.

Working Out Loud Co-Kreation Team
Working Out Loud Co-Kreation Team mit dem HR Excellence Award

Seitdem ist so wahnsinnig viel passiert. Ich habe das Working Out Loud Buch gelesen, an zwei sogenannten Working Out Loud Circeln teilgenommen, bei zwei Weiteren als Facilitator gewirkt, ein Onboarding Pilotprojekt dazu geleitet, dies acht Monate lang iteriert und durchgeführt, John Stepper – den Buchauthor aus New York – kennengelernt und mit ihm gemeinsam an tollen Projekten gearbeitet. Außerdem habe ich als Mitglied einer konzernweiten Co-Kreation Gruppe das Thema Working Out Loud im Gesamtkonzern über verschiedene Workshop-Formate mit Leib und Seele promotet und eine Barcamp Session bei dem ersten deutschen Working Out Loud Camp 2017 moderiert. Letztes Jahr vor Weihnachten habe ich außerdem damit begonnen, selbstorganisierte Working Out Loud Einführungen über ein Webinarformat mit Skype für interessierte Kollegen anzubieten.

Auch in 2018 stehen viele interessante und große Projekte zu Working Out Loud an. Eines wird sich darum drehen, Working Out Loud für Nachwuchszielgruppen auszuprobieren und ein entsprechendes Konzept zum Fliegen zu bringen. Das Jahr begann für mich mit einer Qualifizierung zur Working Out Loud Mentorin im Rahmen eines cross-company Bootcamps und einem gemeinsamen Speakerauftritt mit John Stepper bei der Hochschule für Kommunikation und Gestaltung in Stuttgart.

Working Out Loud für Studenten Kick-off
Working Out Loud für Studenten Kick-off

Höchste Zeit also, diese neue Kollaborationsmethode hier vorzustellen. Für mich ist Working Out Loud aber nicht nur ein Methodenbündel oder ein weiteres Werkzeug auf meiner To-Do-Liste. Es ist vielmehr. Für mich läutet Working Out Loud eine neue Ära von Arbeitskultur ein, die die Zukunft von Organisation als sozial beschreibt und verstaubten Strukturen neues Leben einhaucht. Durch Working Out Loud habe ich erfahren, dass Arbeiten in einem Konzern richtig Spass machen kann, dass es so viele tolle und brillante Menschen um mich gibt, die so denken und fühlen wie ich und mit denen ein gemeinsames Projekt oder ein Auftrag zum aller größten Vergnügen wird. Zudem ist es auch noch richtig produktiv- was will man mehr?

Working Out Loud ist für mich außerdem die Kompetenz in einer digitalen Arbeitswelt.

In den aktuellen digitalen Umbrüchen es nicht nur erforderlich, dass wir unsere Produkte, Dienstleistungen und Prozesse digitalisieren. Auch eine neue Form der Zusammenarbeit muss her, die durch neue – andere – Methoden beschrieben wird. Diese muss schneller, offener, agiler, experimenteller und wertschöpfender sein als bisher. Auch eine andere kollektive Denkweise muss her. Eine Denkweise, die persönliche Weiterentwicklung als evolutionär notwendig betrachtet.

Working Out Loud liefert all dies. Working Out Loud hat für mich deshalb das Potenzial, die Welt zu einem besseren Arbeitsplatz zu machen. Damit habe ich eine Vision gefunden, für die es sich zu kämpfen lohnt und für dich ich jeden Morgen mit Freude aus dem Bett hüpfe. Working Out Loud ist für mich daher die perfekte Ergänzung für mein digitales Kompetenzprofil. Deshalb möchte ich sie Euch nachfolgend vorstellen.

 

Was ist Working Out Loud?

Über den Twitteraccount von @msmagazin habe ich diese gute Infografik gefunden, die Working Out Loud treffend beschreibt.

was ist working out loud
Infografik von Sylvia Lipkowski von managerSeminare.de: Was ist Working Out Loud?

Für mich ist Working Out Loud im Prinzip eine moderne Art zu Arbeiten, nämlich netzwerkbasiert. Warum ist das digital? Hierfür gibt es aus meiner Sicht zwei wesentliche Gründe: Zum Einen weil es unter Einbeziehung von sozialen Medien, die nun einmal digital sind, stattfindet. Das finde ich besonders gut, denn über digitale Kanäle kann ich meine Arbeit gut skalieren und das kommt meinem Bedürfnis nach Produktivität und sinnvollem Arbeiten besonders entgegen. Darauf zahlt auch die Tatsache ein, dass Working Out Loud aufgrund des peer group Ansatzes schneller Lösungen liefert. Und wenn ich eins von Christoph Keese’s Buch Silicon Germany gelernt habe, dann das Schnelligkeit im Rahmen der Digitalisierung ein erfolgsentscheidender Faktor ist.

 

Die fünf Elemente von Working Out Loud

John Stepper, der Autor des gleichnamigen Buches, beschreibt für Working Out Loud fünf wesentliche Elemente. Katharina Langfeldt hat eine sehr gute Visualisierung dazu erstellt, die alle fünf Elemente sehr gut auf den Punkt bringt:

5 Elemente von Working Out Loud
Infografik von Sylvia Lipkowski von managerSeminare.de: Working Out Loud in 5 Punkten

 

Ihr möchtet Working Out Loud ausprobieren?

Dann habe ich drei Tipps für Euch, wie Ihr damit anfangen könnt:

 

  1. Lest das Buch von John Stepper.

  2. Startet einen Working Out Loud Circle in Eurer Organisation. Findet fünf Leute, vereinbart 12 verbindliche Termine. Findet Gleichgesinnte zum Beispiel in den Working Out Loud Communities auf LinkedIn und Facebook oder über Eurer internes Enterprise Social Network, falls vorhanden.

  3. Holt Euch die kostenfreien Circle Guides und legt einfach los!

Viel Spass dabei!

Diesen Beitrag widme ich meinem Co-Kreation Team, dem ich von Herzen danke. Ihr seid der Grund, warum sich alles lohnt. Es ist wirklich toll, Menschen um mich zu haben, die an mich glauben und mit denen ich zusammen Großes leisten und die Welt ein bisschen besser machen kann. Ich bin so stolz mit Euch zu arbeiten. Danke Lukas, Melanie, Teresa, Linda, Anne, Michael, Christina, Heidi und natürlich John.

John, I didn’t imagined that we will come this far as you wrote: „I hope we can collaborate in 2017“ in my personal WOL book. And yes, we did! This was the beginning of so much. I know 2018 will be even bigger, the best is yet to come!! Thank you for being such a great mentor.

Eure Janine

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Ich Merck schon, das wird mega!

Posted on 21. Mai 2017

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3 Comments

  1. Wie ich Working out loud komplett falsch verstanden habe - 4 Thesen
    3 Monaten ago

    […] vorbeizukommen. Wie weit bin ich bisher gekommen? Ich habe gelesen, was #WOL ist, welchen Mehrwert es für einige bedeutet und wie es das Arbeiten im Konzern zu verändern scheint. Aber auch die ein oder andere kritische […]

    Reply
  2. Sylvia
    3 Monaten ago

    Thanks for sharing!

    Reply
  3. Eine neue Lieblingsmethode: Working Out Loud – Working Out Loud Resources
    3 Monaten ago

    […] Feb. 2018 – Blog JanineKirchhof […]

    Reply

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