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Purpose Ecosystem – Meine kleine Strategie für die Sinnsuche

Meine Strategie für die Sinnsuche

Am 12.02.2020 durfte ich bei dem Peter Drucker Purpose Summit 2020 einen Working Out Loud Einführungsworkshop für rund 20 Teilnehmende und zusammen mit zwei Kollegen geben. In Vorbereitung dieses Workshops, überlegte ich mir, wie sich dieser Working Out Loud Workshop mit Bezug zur Gesamtveranstaltung rahmen lässt. Ergebnis meiner Überlegungen ist ein Purpose Ecosystem – eine visuelle Landkarte mit einer dreistufigen Purpose-Strategie und hilfreichen Methoden für die persönliche Sinnsuche und -erfüllung. Den aktuellen Stand meines selbstentworfenen Purpose Ecosystems möchte ich euch heute vorstellen. Vielleicht hilft es dem Einen oder Anderen, so wie mir, zu einem erfüllterem Arbeitsleben.

Drei Stufen für mehr Sinn im Leben

die drei Stufen bei meiner Sinnstrategie
Drei Stufen des Purpose Ecosystems

Mein Purpose Ecosystem besteht aus drei Bereichen beziehungsweise drei Stufen, die ihr auch links in der Grafik erkennen könnt:

1.Finde deinen Sinn: Verbinde dich mit dir selbst
2.Treibe deinen Sinn voran: Verbinde dich mit Anderen
3.Werde reich mit Sinnerfüllung: Verbinde dich mit der Welt

Diese dreistufige Strategie soll auf das Überwinden des allgemeinen Phänomens des Abgetrenntseins, der Unverbundenheit abzielen. Viele unserer heutigen Probleme in dieser Welt sind auf dieses Abgeschnittensein zurückzuführen. Destruktive Prozesse sind eine ernsthafte Folge dessen.

Das gesamtgesellschaftliche Phänomen der Unverbundenheit erläutert Otto Scharmer, Dozent an der MIT Management Sloan School und Mitbegründer des Presencing Instituts, sehr einleuchtend im Kontext seiner modernen Gesellschaftstheorie namens „Theory U“ (Werbung). Ich finde, diese Theorie ist aktuell besonders relevant und hat mir dabei geholfen, die heutige Welt zu verstehen.

Mit dem Purpose Ecosystem gilt es, konstruktive, kreative und miteinander in Einklang stehende Prozesse zu gestalten. Dabei ist Verbindung aufnehmen der Schlüssel: Erst zu sich selbst, dann zu anderen Menschen und in der dritten Stufe im Rahmen eines größeren Gesamtkontextes zu der Welt.

Finde deinen Sinn: Verbinde dich mit dir selbst

Find your purpose
1. Find your purpose

Für Stufe eins sehe ich Life Design als zielführenden Methodensatz. Life Design ist eine Anwendungsform von Design Thinking, einer kreativen Methode. Sie wird von vielen erfolgreichen Unternehmen aus dem Silikon Valley aber auch in Deutschland verwendet wird, um innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Dabei steht der Kunde mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt. Neben der Innovation von Produkten und Dienstleistungen kann Design Thinking auch auf die persönliche Entwicklung angewendet werden, dann spricht man von Life Design. Weitere Programme oder Methoden, die ich hier sehe, sind zum Beispiel Google’s Search Inside yourself, Working Out Loud Self-Care Programm oder andere achtsamkeitsbasierte Methoden und Übungen. Für mich selbst gehört auch das Visualisieren dazu, weil hier Herz, Kopf und Hand für mich im Dreiklang sind. Das Wesentliche in dieser Stufe sollte sein, dass man zu sich selbst gelangt, sich kennen und spüren lernt, dass man weiß wer man ist, was man kann und was man vom Leben möchte. Man kennt nun sein Warum, seinen Sinn. Um es kurz zusagen, man findet hier sein authentisches Ich.

Treibe deinen Sinn voran: Verbinde dich mit Anderen

Drive your Purpose
2. Drive your Purpose

Hat man sich in Stufe eins erst einmal gesammelt, sich erkundet und seinen Sinn gefunden, gilt es diesen in Stufe zwei zu treiben, indem man nun mehr ins Außen damit tritt und ihn verfolgt. Dabei hilft es, sich mit Gleichgesinnten zu verbinden. Ich kenne momentan kein besseres System oder eine Methode, die das besser kann als Working Out Loud von John Stepper. Der wohl wertvollste Effekt dabei ist es, dass man vertrauensvolle und nachhaltige Beziehungen zu anderen Menschen in Arbeitskontexten aufbaut und Synergien schafft. So bringt man sein Warum schneller voran und hilft gleichzeitig Anderen, das Gleiche zu tun. In dieser Stufe ist es noch gar nicht wichtig eine ganz konkrete (Geschäfts-)Idee zu haben und diese zu treiben. Sondern generell zu wissen, was einem Energie gibt und antreibt, um darüber dann mit Anderen in Kontakt zu treten. So baut man sich ein Netzwerk auf, dass die Energie verstärkt und den eigenen Sinn untermauert.

Werde reich mit Sinnerfüllung: Verbinde dich mit der Welt

Get rich with Purpose
3. Get rich with Purpose

Die Stufe drei meines Purpose Ecosystems ist für mich selbst noch etwas schwammig. Wahrscheinlich deshalb, weil ich damit selbst noch am wenigsten Erfahrung habe. Meine Idee ist, dass man hier nun sein Schaffen in einen größeren Gesamtkontext einbettet. So zum Beispiel eine Geschäftsidee entwickelt, die den eigenen Sinn widerspiegelt und eine größere Masse und im Idealfall die ganze Welt bereichert. Dabei sind Nachhaltigkeitsaspekte und soziale Wirksamkeit besondere Effekte. Eine Modedesignerin, die Kollektionen aus Plastikmüll aus den Ozeanen kreiert wäre hierfür ein gutes Beispiel, vor allem wenn sie weltweit Menschen mit ihrer Mode erreichen kann. Denn dann profitieren Alle: sie selbst, ihre Kunden und die Umwelt. Somit ist alles im Einklang.

 

Soweit mein Grobkonzept für ein Purpose Ecosystem. Das Purpose Ecosystem ist nicht in Stein gemeißelt und kann individuell ergänzt werden. Die genannten Methoden sind als Vorschlag von mir zu sehen. Ich selbst habe mit diesen Methoden gute Erfahrungen gemacht, aber vielleicht habt ihr auch weitere Methoden, die auch gut zu der jeweiligen Stufe und deren Zielstellung passen. Falls ja, lasst es mich gerne wissen! Ich möchte es gerne ausbauen und weiterentwickeln.

Eure Janine

 

 

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